Lexikon

Abendmahl

Das Abendmahl ist eines der zentralen Sakramente im Christentum. Es erinnert an Jesu letztes Mahl mit seinen Jüngern und Jüngerinnen am Abend vor seinem Tod. Darüber, wie und wodurch Jesus Christus in diesem Sakrament gegenwärtig ist, haben die verschiedenen christlichen Kirchen unterschiedliche Mei­nungen. Einig sind sich aber alle darin, dass Menschen durch die sichtbaren Zeichen (Brot und Wein) und die dazu gesprochenen Worte etwas von der Gemeinschaft mit Jesus Christus spüren und daraus Kraft und Hoffnung schöpfen können. Während unterschiedliche Abendmahls­verständnisse in der Reformation zur Trennung von lutherischer und reformierter Kirche führten, einigten sich die evangelischen Christen in der »Leuenberger Konkordie« von 1973 darauf, trotz unterschiedlicher Ansichten gemeinsam Abend­mahl zu feiern. Die katholische Kirche erlaubt bis heute keine Abendmahlsgemeinschaft mit den protestantischen Kirchen wegen des unterschiedlichen Verständnisses von Kirche und Amt. Aus Sicht des katholischen Lehramts sind evangelische Pfarrer und Pfarrerinnen nicht gültig geweiht und können die Sakramente daher nicht gültig verwalten.

Ablass

Nach katholischer Lehre versteht man unter einem Ablass den teilweisen oder vollständigen Erlass zeitlicher Sündenstrafen durch gute Werke (Gebet, Almosen, Pilgern). Dabei setzt der Ablass das Umkehren (bzw. Buße tun) voraus. Im Mittelalter wurde der Ablass als bequeme Geldquelle für die Kirche missbraucht. Der Papst finanzierte damit seine aufwendige Hofhaltung und den Bau prunkvoller Kirchen (z. B. Petersablass zur Finanzierung der Peterskirche in Rom). Es wurde behauptet, dass der Ablass auch ohne die persönliche Reue des Sünders wirke. Diese Praxis brachte unter anderem Martin Luther dazu, sich für eine Refor­mation der Kirche einzusetzen.

Abraham

ist der erste und wichtigste der Erzväter Israels. Die biblischen Sagen von Abraham, Isaak und Jakob erinnern an eine frühe Zeit (vielleicht ca. 2000 v. Chr.), in der die Vorfahren Israels als  Nomaden lebten. Das Alte Testament erzählt, dass Gott Abraham und seinen Nachkommen Segen verheißen und mit ihm einen Bund geschlossen hat. Juden, Christen und Muslime verehren ihn als Stammvater ihres Glaubens.

Abt

wird der Vorsteher eines Klosters genannt. Er entscheidet in allen wichtigen organisatorischen Fragen. Darüber hinaus sorgt er auch für das geistliche Wohl der Mönche. Das Wort Abt hat hebräische Wurzeln und bedeutet »Vater«. In Frauen­klöstern heißt die Vorsteherin Äbtissin.

Adonaj

(hebr.: Herr): Gottesbezeichnung im Alten Testament und Judentum.

Aleviten

Diese freiheitliche Richtung des Islam lehnt die Scharia (das Religionsgesetz) sowie die Fünf Säulen des Islam ab. Ihre Vertreter unterstützten die Gründung der modernen Türkei unter Kemal Atatürk, setzen sich für die Trennung von Staat und Religion sowie die Gleichberechtigung von Mann und Frau ein.

Allah

Das Wort Allah (Betonung auf der zweiten Silbe) bedeutet Gott, ist also kein Eigenname! Verwenden Muslime das Wort Allah, dann fügen sie sofort hinzu: »ta’âlâ«, das heißt wörtlich: »Er ist erhaben«.

Alzheimer-Krankheit

– benannt nach dem Neurologen A. Alzheimer (* 1865, † 1915) – ist eine eher im höheren Lebensalter auftretende Er­kran­kung der Großhirnrinde, bei der die Funktion von Nervenzellen unwiederbringlich zerstört wird. Folge davon ist Demenz, die sich z. B. als hochgradige Vergesslichkeit äußert. Die Ursache ist im Wesentlichen unklar, man geht aber von einer genetischen Anlage aus, durch die ein natürlicher Stoffwechselvorgang, der Ablagerungen im Gehirn produziert, beschleunigt stattfindet.

Ammoniter

waren ein Volk, das im Osten Israels lebte. Sie befanden sich häufig mit den Israeliten im Krieg. König David konnte die Ammoniter während seiner Herrschaftszeit unterwerfen.

Anglikaner

sind Mitglieder der Angli­kanischen Kirche. Diese geht auf die alten keltischen und sächsischen Kirchen auf den Britischen Inseln zurück. Als 1529 zwischen dem englischen König Heinrich VIII . und dem Papst in Rom Streitigkeiten über die Rechtmäßigkeit der königlichen Ehen aufkamen (der Papst verweigerte Heinrich VIII. eine Ehescheidung), erklärten die Bischöfe Englands, dass sie in Heinrich und nicht im Papst das Oberhaupt der englischen Kirche sähen, womit sich die englische Kirche von Rom lossagte. In der anglikanischen Lehre gibt es ein weites Spektrum zwischen der »High Church«, die in Li­tur­gie und Lehre den anderen katholischen Kir­chen nahe steht, und der »Low Church«, die dem Protestantismus, insbesondere dem Cal­vinismus nahe steht. Theologisch sind innerhalb der anglikanischen Kirche sehr liberale wie auch streng konservative Richtungen vertreten.

Antike

(von lat. antiquus: alt, altertümlich) bezeichnet eine wichtige Epoche des Altertums im Mittelmeerraum. Sie reichte etwa von 1200 v. Chr. (bei engerer Eingrenzung von 800 v. Chr.) bis ca. 600 n. Chr. In dieser Zeit herrschte zunächst die griechische und später die römische Kultur vor, die zusammen mit dem Christentum Europa (also das damalige Abendland) stark beeinflusst und mitgeprägt hat.

Antisemitismus

ist ein Sammelbegriff für verschiedene Formen der Judenfeindlichkeit. Im engeren Sinne bezeichnet er die pseudowissenschaftliche, biologistische Rassentheorie aus dem 19. und 20. Jahrhundert, wonach Juden ihrem »Blut« nach (sozusagen »genetisch«) »minderwertig« seien. Dieser rassistische Antisemitis­mus konnte auf lange Traditionen eines christlichen Anti­judais­mus zurückgreifen. Allerdings entstammen die polemisch-abwertenden Stel­len im Neuen Testa­ment ursprünglich der lebendigen Auseinander­setzung innerhalb des Judentums (Jesus und Paulus waren ja Juden) und wurden in einer Zeit verschriftlicht, als die Christengemeinde selbst noch verfolgte Min­der­­heit war. Später wurden diese judenfeindlichen Stellen zum todbringenden Argument gegen die Juden: »Gottesmörder«. Heute herrschen in Deutschland oft eher unterschwellige oder geschickt versteckte Formen des Antisemi­tis­mus vor; bei genauerer Wahrnehmung lassen sich aber auch hier manche der typischen Klischees, Denk­muster und Stereotypen der Vergangenheit wiedererkennen.

apokryph

nennt man Bücher, die den biblischen Schriften nahe stehen, aber nicht zum verbindlichen Bestand der Bibel (Kanon) gehören. Die apokryphen Schriften Judit, Weisheit Salomos, Tobit, Jesus Sirach, Baruch, 1. und 2. Makka­bäer­buch sowie Zusätze zu Ester und Daniel werden in katholischen und orthodoxen Bibeln zum Alten Testament gezählt, in lutherischen Bibelausgaben sind sie manchmal mit abgedruckt, gelten aber nicht als kanonisch (Luther hielt die Apokryphen für gut und nützlich zu lesen.). Darüber hinaus gibt es auch neutestamentliche Apokryphen, z. B. das Thomasevangelium, das eine Sammlung von Aussprüchen Jesu enthält.

Apostel

bedeutet »Gesandte«. Die Apostel waren die ersten, die die Botschaft von Jesus Christus weitererzählten. Ursprünglich handelte es sich nicht um einen geschlossenen Kreis. Zu ihm zählten neben Paulus und Petrus auch so unbekannte Männer wie Junias (möglicherweise war Junias eine Frau und hieß Junia) und Andron. Noch am Ende des 1. Jahrhunderts gab es wandernde Apostel. Der Evangelist Lukas jedoch spricht von 12 Aposteln (zwölf Jüngern), die von Jesus ernannt worden sind. Sie bildeten die erste Kirchenleitung.

apostolisch

etwas, von dem man sagt, dass es im Sinne der Apostel ist oder von ihnen ausgeht. Mit der Bezeichnung »apostolisches Glaubensbekenntnis« will man also sagen, dass es dem Glauben der Apostel entspricht. In der katholischen Kirche bedeutet apostolisch oft auch päpstlich, weil sich der Papst als Nachfolger des Apostels Petrus sieht.

Arabisch

Da die Ursprache des Korans Arabisch ist, erlangte diese Sprache durch die Ausbreitung des Islam (ab dem 7. Jahrhundert) große Bedeu­tung. In der Regel wurde sie mit der Einführung des Islam als Schriftsprache übernommen. Seit dem Mittelalter entwickelten sich unterschiedliche Dialekte, u. a. Irakisch, Syrisch-Palästinisch und Ägyptisch. Wie auch beim Hebräischen besteht die Schrift des Arabischen nur aus Konsonanten. Die Vokale werden mündlich hinzugefügt. Für die Umschrift existieren sehr unterschiedliche Schreib­­weisen, z. B. Hadjj / Hadsch / Hajj

Arierparagraph

Im kurz nach der nationalsozialistischen Machtergreifung (Nationalsozialismus) 1933 verabschiedeten »Gesetz zur Wiederherstellung des Berufs­beamtentums« wurde der »Arierpara­graph« erst­mals ausformuliert. Er verbot die Beschäfti­gung von »Nichtariern« im öffentlichen Dienst, was sich vor allem gegen Beamte und Angestellte jüdischen Glaubens richtete. Durch diese Maßna­h­­­me wurden jüdische Bürger systematisch aus allen Bereichen der Gesellschaft verdrängt. Meh­rere evangelische Landeskirchen übernahmen den Arierparagraphen später in ihre eigenen Kir­chen­gesetze.

Atheist / Atheismus

(griech. a-theos: nicht göttlich, gottlos): Ein Atheist bestreitet, dass Gott bzw. ein ihm vergleichbares Wesen exis­tiert. Im Unterschied zum sog. praktischen Atheismus (Alltagsatheismus), der sich die Frage nach Gott im Alltag gar nicht stellt, führt der theoretische Atheismus Gründe der Ver­nunft für die Leugnung einer göttlichen Instanz an. Als Gegenbewegung zu fundamentalistischen Bewegungen (z. B. Kreatio­nismus) polemisieren gegenwärtig Ver­tre­ter eines »neuen Atheismus« im Namen von Wis­senschaft und Humanität gegen Religion und Kirche.

Augsburger Bekenntnis

1530 versuchte Kaiser Karl V. auf dem Augsburger Reichstag die kirchliche Einheit wiederherzustellen. Die evangelischen Stände legten eine von Philipp Melanchthon verfasste Bekenntnis­schrift vor: die Confessio Augustana – das Augs­burger Bekennt­nis. Da sie ursprünglich nicht als bleibendes Dokument des evangelischen Glaubens gedacht war, betonte sie das Gemeinsame von lutherischer und katholischer Lehre stärker als das Trennende. Trotz vielfacher Annäherung scheiterte der Versuch der Kircheneinigung. Die Confessio Augustana wurde von nun an Grundlage der lutherischen Landeskirchen.

Augustinerorden

Augustiner werden verschiedene katholische Ordensgemeinschaften genannt, die nach der »Augustinerregel« leben. Diese entstand im 8. Jahrhundert und beruhte auf den Schriften des als Heiligen verehrten Augus­tinus. Zu den Augustinern zählen unter anderem die Augustiner-Eremiten, ein im 12. / 13. Jahr­hundert entstandener Bettelorden, dem Martin Luther angehörte.

Baal

(Herr, Gott) ist eine altorientalische Regen- und Fruchtbarkeitsgottheit, die in Kanaan vor der Einwanderung der Israeliten verehrt wurde. Auch später war der Baalskult für die Israeliten immer wieder attraktiv, was die Propheten aufs Schärfste kritisierten. Das Symbol für Baal ist der Stier; auch in der Geschichte vom Goldenen »Kalb« spiegelt sich die Auseinandersetzung mit der Baalsver­ehrung.

Babylon

(hebräisch: Babel) war die Hauptstadt Babyloniens und ist heute eine Ruinenstadt im Irak. Unter Nebukadnezar II. wurde sie zur Weltstadt ausgebaut. Ausgrabungen der Deutschen Orientgesellschaft konnten Anfang des 20. Jahrhunderts Teile der Stadt freilegen, u. a. das Ischtar-Tor, die Prozessionsstraße, den Tempelbezirk des Marduk, den babylonischen Tempelturm und vielleicht Teile der berühmten hängenden Gärten.

Baptisten

(von griech. baptizein: eintauchen, taufen): Mitglieder der größten evangelischen Frei­kirche; sie wurde im 17. Jahrhundert in Eng­land gegründet und breitete sich besonders in den USA aus; in Deutschland leben 84.000 getaufte Bap­tisten in 836 Gemeinden. Wichtiges Kenn­zei­­chen dieser Kirche sind Erwachsenentaufe, Auto­ri­tät der Heiligen Schrift, demokratische Kirchen­struktur und Trennung von Kirche und Staat.

Bar Mizwa / Bat Mizwa

(hebr.: Sohn / Tochter des Gebotes): Die Begriffe bezeichnen die Reli­gionsmündigkeit jüdischer Jugendlicher, die Jungen mit 13 Jahren und Mädchen mit 12 erlangen. Der Junge wird zum ersten Mal aufgerufen, öffentlich im Gottesdienst die Tora zu lesen; er zählt von nun an mit bei der für das Zustandekommen eines Gottesdienstes nötigen Mindestzahl von zehn Männern. Ob Mädchen und Frauen zur Toralesung aufgerufen werden, ist in den verschiedenen jüdischen Richtungen unterschiedlich. Im Anschluss an den Gottesdienst wird die Bar / Bat Miwza in der Familie festlich begangen.

Barock

Eine Epoche der Kunst, die sich im 17. und 18. Jahrhundert in Werken der Architektur, Malerei, Musik und Literatur zeigte. So sind auch viele Kirchen nach dem Dreißigjährigen Krieg (1618–1648) im Barockstil erbaut. Sie sind häufig prächtig mit Gold und Marmor ausgestattet und wirkten auf die damaligen Menschen wie ein Stück Himmel auf Erden. Kennzeichnend für eine Barockkirche sind runde Grundformen, große, unbemalte Glasfenster, üppige Verzierungen aus Stuck (Masse aus Gips, Kalksteinmehl, Sand und Wasser), unzählige Putten (kleine, meist nackte Kinderengel mit oder ohne Flügel) und großflächige Deckengemälde.

BasisBibel

bezeichnet eine Bibelübersetzung aus den Originaltexten, die von Fachleuten vorgenommen wurde. Außer in gedruckter Form gibt es sie als App (fürs Smartphone), als PC- oder Internet-Version und als Hörbuch. Zum Teil sind dann Zusatzinformationen zu Begriffen oder Bildern aufrufbar. Außerdem sollen kurze Sätze und klar gegliederte Abschnitte eine Hilfe zum Lesen am Bildschirm sein.

Bauernkrieg

Als Deutscher Bauernkrieg wird die Ausweitung lokaler Bauernaufstände ab 1524 in Süddeutschland, Österreich und der Schweiz bezeichnet. Die Bauern trugen im 16. Jahrhundert eine große Last: Adel und Geist­lichkeit lebten von ihrer Arbeitskraft, die Abgaben, die die Bauern zu leisten hatten, stiegen ständig an. Wirtschaftliche Probleme, häufige Missernten und der große Druck der Grundherren führten immer mehr Bauern in die Leibeigenschaft. Die sich ständig verschlech­ternde Situation der Bauern war Ursache für viele regionale Aufstände. 1524 / 25 entstanden einige Schriften der Bauern, in denen sie eine Verbesserung ihrer Lebensverhältnisse forderten. Am bekanntesten waren die »Zwölf Artikel der schwäbischen Bauern«. Sie beinhalteten unter anderem: die Abschaffung der Leib­eigen­schaft, Rückgabe des gemeinschaftlichen Ei­gen­­tums und des Gemeindewaldes an die Bauern, Wiederherstellung der alten dörflichen Jagd- und Fischereirechte, Reduzierung der Fron­dienste und der Abgaben, freie Pfarrerwahl der Gemeinden, Verbesserung der Recht­sprechung. Schon 1525 wurden die Aufstände niedergeschlagen. Schätzungen zufolge haben allein dadurch etwa 100.000 Bauern ihr Leben verloren. Die überlebenden Aufständischen fielen automatisch in Reichsacht und verloren damit alle ihre staatsbürgerlichen, privaten und Lehnsrechte – sie waren somit vogelfrei. Die Anführer wurden mit dem Tod bestraft. Teilnehmer und Unterstützer der Aufstände mussten die Strafgerichte der Landesherren fürchten, die zum Teil sehr grausam waren. Ganzen Gemeinden wurden Rechte aberkannt, weil sie die Bauern unterstützt hatten.

Ben-Chorin, Schalom

(geb. Fritz Rosen­thal, * 1913 in München, gest. 1999 in Jeru­salem), jüdischer Journalist und Religionsphilosoph, der sich in seinen Schriften für die Überwindung des Antisemitismus und für einen jüdisch-christ­lichen Dialog eingesetzt hat. Besonders bekannt ist sein Buch »Bruder Jesus«.

Berliner Mauer

Nach dem Zweiten Weltkrieg verlief die innerdeutsche Grenze auch mitten durch die Stadt Berlin. Während Ostberlin die Hauptstadt der DDR war, gehörte Westberlin zur Bundesrepublik Deutschland, obwohl es von DDR-Gebiet umschlossen war. In den ersten Jahren flohen aufgrund der wirtschaftlich schlech­ten Situation und der zunehmenden Ein­­schrän­kung von Freiheiten immer mehr DDR-Bürger in den Westen. Darum wurde am 13. August 1961 zunächst ein Stacheldrahtzaun errichtet. Später wurde eine Betonmauer gebaut und von einem »Todesstreifen« umgeben. Bei Fluchtversuchen starben an der Berliner Mauer viele Menschen

Bibel in gerechter Sprache

bezeichnet eine moderne Bibelübersetzung. Die Herausgeber sehen sie als Ergänzung zu anderen Übersetzungen: Sie legt besonders Wert auf eine gleichberechtigte Nennung von Männern und Frauen, wenn dies von der Sache her möglich ist. Außerdem möchte sie Gott gerecht werden, indem der Gottesname grau markiert ist, und durch viele abwechselnd gebrauchte Ersatzwörter (wie z. B. der/die Ewige, Adonaj, der/die Heilige, der/die Eine) vertreten wird, die so die Größe und Nicht-Festlegbarkeit Gottes andeuten. Zudem wer- den die alttestamentlichen Bücher nach der Reihenfolge des Urtextes, also der hebräischen Bibel, angeordnet. Im Neuen Testament soll in der Übersetzung deutlich werden, dass sich Jesus und seine Jünger und Jüngerinnen als Mitglieder der jüdischen Gemeinschaft verstanden haben.