koscher

(hebr.) bedeutet »rein« nach der Halacha. In der jüdischen Küche werden koschere und unreine (trefe) Speisen unterschieden. So darf man nach 3. Mose 11 und 5. Mose 14,3–21 bestimmte Tiere, z. B. Schwei­ne, Hasen, Schalentiere, Tintenfische u. a. nicht essen; man darf kein Blut (als Sitz des Lebens) verzehren, daher werden Tiere geschächtet (so geschlachtet, dass sie völlig ausbluten). Man darf nach 5. Mose 14,21 »das Böcklein nicht in der Milch seiner Mutter kochen«, d. h. man trennt milchige und fleischige Speisen, benutzt in vielen religiösen Haushalten sogar unterschiedliches Geschirr für beides. Es gibt auch neutrale Lebensmittel, z. B. Eier und Gemüse, die mit beidem kombiniert werden können. Die Beachtung der Speiseregeln ist für Juden in einem nichtjüdischen Umfeld oft schwierig. Bei einem Essen im Gasthaus oder beim Kauf von Fertigprodukten weiß man meist nicht, welche Zutaten verwendet wurden. In Deutschland gibt es in allen größeren Städten Läden mit koscheren Lebensmitteln.